Bergbau und Energie

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Vor etwa 300 Millionen Jahren herrschte in Teilen des heutigen Deutschlands ein feuchtwarmes Klima, in dem die Pflanzen rasch wuchsen. Der Wald ähnelte den tropischen Regenwäldern, die es heute in Südamerika, Afrika und Asien gibt. Farne und Schachtelhalme wurden so groß wie Bäume. In diesem sumpfigen Gebiet sanken alte Bäume, Äste und Wurzelstöcke unter die Wasseroberfläche. Von Zeit zu Zeit senkte sich das Land. Dann lief Wasser in die Senken und überspülte die Landschaft mit Sand, Schlamm und Geröll. Auf den angeschwemmten Erdmassen wuchsen neue Wälder. Diese starben ab und versanken. Dann kam wieder das Wasser.

Wie wurde nun aus dem Holz und den Pflanzenresten Kohle? In den damaligen Sumpf- und Moorgebieten entstand zuerst Torf. Die Erdmassen schlossen die versunkenen Urwälder luftdicht ab. Je tiefer die Schichten absanken, um so wärmer wurde es. Im Laufe von 300 Millionen Jahren bildete sich aus den Pflanzenresten Braunkohle und schließlich Steinkohle. Ursprünglich lagen die Kohleflöze und Erdschichten waagerecht übereinander. Das Bild der Erde ändert sich ständig. Wind, Regen und Frost können im Laufe von Jahrmillionen ganze Berge versetzen. Sie tragen Sandkorn für Sandkorn und Stückchen für Stückchen ab, um es an anderer Stelle wieder abzulagern.

Unsere Erdkugel besteht in ihrem Inneren aus flüssigem Gestein. Bei Vulkanausbrüchen kann man sehen, welche Kräfte dann freigesetzt werden. Und genau diese Kräfte waren es, die vor vielen Millionen Jahren die Gebirge entstehen ließen. Die Erdschichten wurden angehoben, verbogen oder auch schief gestellt. Manchmal sind die Schichten auch gebrochen. An diesen Bruchstellen haben sich die Gesteinsschichten und die Kohleflöze gegeneinander verschoben. Diese Sprünge nennt man auch tektonische Störungen.

Aus all diesen Gründen liegen Teile der Kohleflöze direkt an der Erdoberfläche, wie z. B. im Ruhrtal bei Witten, Bochum, Hattingen oder Essen.

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